Logbuch der Bordkameradschaft

Tender-Rhein-A58

Eintrag Nr.: 012, Wilhelmshaven, den 20.+ 21. 05. 2016

Liebe (Beulen) Tender-Rhein Fahrer,

Am 20.05.2016 war es wieder soweit.

Die Bordgemeinschaft der ehemaligen Tender Rhein Fahrer (und natürlich Anhang) traf sich zum 12. Mal zu einem gemeinsamen Wiedersehen.

Unser Ziel war diesmal Wilhelmshaven.

Freitag 20.05.2016

Nachdem alle ihr Quartier im Hotel „Banter Hof“  bezogen hatten, traf man sich um 18:00 Uhr in dem Hotel angeschlossenes griechisches Restaurant "Olympia" zur Standprobe.

Ich möchte hier mal meinen Respekt erweisen für alle Kameraden, die jedes Jahr die Strapazen auf sich nehmen, den langen Weg,  sei es mit Auto, Zug oder Wohnwagen zurücklegen, nur um an unserem Bordfest teilzunehmen.

Selbst zwei Kameraden aus der Schweiz (Wolfram Jenrich und Alfred Dux) scheuen es nicht dabei zu sein, egal an welchen Standort wir unser Treffen abhalten (wobei mich bei Alfred immer wieder wundert, dass er als Schweizer den Weg überhaupt findet).

Besonderst begrüßen durften wir Herrn Karl-Heinz Klaassens, der von 1971 - 1974 als Kommandant unsere geliebte Beule befehligte.

Anwesende Kameraden, die zu seiner Zeit an Bord waren, stellten sich ordentlich mit Name, Dienstgrad und Verwendung vor.

Bei einigen hatte ich sogar das Gefühl, sie würden innerlich strammstehen.

Ob Herr Klaassens alle noch erkannte, blieb sein Geheimnis.

Nachdem unser Ober-Boss Karl-Heinz Schuppke seine Ansprache gehalten hatte, wurde zum Backen und Banken gerufen.

Danach ging es zum eigentlich gemütlichen Teil über.

Für Stimmung sorgte auch dieses Jahr wieder  Reinhard Mohn mit seiner Gitarre.

Unter den uns bekannten Liedern durfte natürlich das im Jahr 2009 verstorbenen Helmut Feist eigens komponierte „Tenderlied“ nicht fehlen.

Während dessen wurden kleine Filmchen  und Fotos unserer Fahrenszeit gezeigt.

Nachdem alle die Speisen zu sich genommen hatten, wurde zu einer Abstimmung aufgerufen, weil sich der Vorstand überlegt hatte das Bordtreffen in Zukunft nur alle 2 Jahre zu veranstalten.

Gründe hierfür waren mehr Zeit für die Organisation (z. Bsp. Suche nach geeigneten Unterkünften), schleppende Buchungen seitens der Kameraden und Zahlungsmoral (ständiges Nachfragen).

Nach reichlicher Diskussion kam es zur Abstimmung, wobei mehrheitlich für den Verbleib des 1 Jahres Turnus stimmte.

Ausschlaggebend für den Verbleib beim 1 Jahres Turnus waren wohl die Aussagen „älterer Kameraden“ (entschuldigt den Ausdruck):

„vielleicht sind wir in 2 Jahren nicht mehr da“ (ich möchte das auch jetzt nicht weiter vertiefen).

Somit bleibt also alles beim Alten.

Nach Mitternacht endete unsere Standprobe

 

Samstag 21.05.2016

Nach dem Frühstück ging es ca. um 10:00 Uhr mit einem gecharterten Bus zum Deutschen Marinemuseum.

Unter dem Motto “Menschen – Zeiten – Schiffe” gab uns das Deutsche Marinemuseum Einblicke in die wechselvolle Geschichte der deutschen Marinen von 1848 bis heute.

Im Mittelpunkt unseres Interesses stand natürlich ein Rundgang auf dem Lenkwaffenzerstörer „Mölders“, Deutschlands größtes Museumskriegsschiff.

Daneben konnte man auch das Unterseeboot U 10, das Minenjagdboot „Weilheim“ und andere Sehenswürdigkeiten erforschen.

An Bord der Motorbarkasse »Neptun« konnten wir dann bei einer einstündigen Seefahrt entspannen und auf der Rundfahrt durch den Hafen und durch das Marinearsenal erklärte uns der Führer der Barkasse mit Witz und Charme die marinehistorische Seite Wilhelmshavens.

Um 15:30 Uhr ging es mit dem Bus wieder zurück ins Hotel.

Zu erwähnen sei noch, dass wir nicht schlecht staunten, als der Bus ankam um uns abzuholen.

Auf der Anzeigetafel des Busses stand groß TENDER RHEIN und ein Cocktailglas mit sprudelndem Inhalt war auch abgebildet.

Ich fand das eine tolle Geste des Busfahrers.

Um 18:00 Uhr trafen wir uns wieder in dem Hotel angeschlossenes griechisches Restaurant "Olympia" zu einem fröhlichen Zusammensein.

Wieder spielte die „Musi“ auf und Reinhard Mohn gab die uns bekannten Lieder zum Besten.

Vielen Dank hierfür Reinhard.

Zwischendurch traf man sich noch für ein Gruppenfoto vor dem Hotel.

Das Bordtreffen endete dann am späten Abend/frühen Morgen, je nachdem wer mehr Sitzfleisch hatte.

Nach einem Frühstück am Sonntag und anschließender Verabschiedung trat man dann wieder die Heimreise an.

So endete das offizielle, fröhliche Zusammensein der Bordgemeinschaft der ehemaligen Tender Rhein Fahrer des Jahres 2016. In der Hoffnung, alle gesund wiederzusehen, treffen wir uns zum nächsten Bordtreffen 2017 in Murnau oder Eschenlohe  (wann und wo wird rechtzeitig bekannt gegeben).

Gerhard Wölfelschneider, Logbuchführer, Darmstadt, den 15.06.2016