Logbuch der Bordkameradschaft

Tender-Rhein-A58

Eintrag Nr.: 008, Köln, den 01.+ 02.06.2012

Liebe (Beulen) Tender-Rhein Fahrer,

am 01.06.2012 war es wieder soweit.

Die Bordgemeinschaft der ehemaligen Tender Rhein Fahrer (und natürlich Anhang) traf sich zum 8. Mal zu einem gemeinsamen Wiedersehen.

Unser Ziel war diesmal Hamburg …….ähm….NEIN NEIN.

Nun nochmal von vorne.

Beim gemeinsamen Treffen 2011 in Bremerhaven, wurde durch mehrmaliges Absingen des Liedes „Viva Colonia“, unser eigentliches Ziel „Hamburg“ nach erfolgreicher Abstimmung umgewandelt in Köln.

Somit war unser diesjähriges Ziel Köln und nicht wie erwähnt Hamburg.

Nachdem alle am späten Nachmittag im Hotel „Flandricher Hof", (das größte, privat geführte Hotel Kölns und ruhig sowie stadtzentral im “Belgischen Viertel” am Rudolfplatz gelegen) eingetroffen waren, bereitete man/frau sich vor auf die Standprobe in der Brauerei „Päffgen“.

Erwähnenswert sei noch, dass die Kameraden Wolfram Jenrich und Alfred Dux weder Mühen noch Strapazen gescheut haben und den langen Weg aus der Schweiz auf sich genommen haben um dabei zu sein.

Und sogar pünktlich, obwohl man den Schweizern ja eine gewisse „langsamere Gangart“ nachsagt.

Insgesamt 62 Personen stürmten dann gegen 18:00 Uhr zur Standprobe die wunderschöne Hausbrauerei.

Unter ihnen wie jedes Jahr unser „Special Sailor“ Dirki (diesmal als Undercover-Zollbeamter getarnt) , der mit seiner Familie angereist war.

Zu berichten gibt es allerdings über diese Standprobe nicht viel.

Anfangs wurde mit einer Schweigeminute dem kürzlich verstorbenen Volker Barkey und dem stellvertretenden Kommandanten Fregattenkapitän Christian de Ahna (Träger des Bundesverdienstkreuzes), und allen verstorbenen Kameraden gedacht.

Danach ging es zum eigentlich gemütlichen Teil über.

Es wurde geschnackt, gegessen, getrunken, gelacht, aber eine richtige Stimmung konnte nicht aufkommen.

Ein kläglicher Versuch Reinhard Mohns mit seiner Gitarre Stimmung herbeizurufen, ging unter im Lärm der weiteren Gäste der Hausbrauerei und der stets „schreienden“ Kellner.

So war ein Absingen fröhlicher Lieder leider nicht möglich.

Manche Kameraden versuchten dennoch mit eigenem Gesang verzweifelt gegen den Lärmpegel anzukämpfen, aber auch das scheiterte nach einiger Zeit.

So ergab man sich den Tatsachen und gegen 23:30 Uhr löste sich die Standprobe langsam auf.

Auf Grund von Recherchen war es bisher die kürzeste Standprobe.

Samstag war bis 19:30 Uhr freier Landgang angesagt.

Um 19:30 Uhr trafen sich dann 56 Personen der Bordgemeinschaft an der Anlegestelle der „MS Asbach“ zu der geplanten Rheinfahrt „Große Abendfahrt all-inclusive“.

Um 20.00 Uhr legten wir vom Anleger Nr. 4 in der Kölner-Altstadt ab.

Nach dem Ablegen, vorbei am Rheinauhafen, Rodenkirchen, Köln-Porz, sowie entlang des beleuchteten Altstadtpanoramas mit dem Kölner Dom, wurde das Büffet eröffnet.

Das Büffet war großzügig angerichtet. Es gab alles was das Herz begehrt.

Auch die Getränke (Bier, Wein, Softdrinks) waren frei und nach einigen Startschwierigkeiten (die hatten wohl noch keine Mariner an Bord) kamen auch die Bedienungen mit der Bereitstellung zurecht.

Zwischenzeitlich wurde auch auf dem Oberdeck der Ausschank eröffnet und ein „DJ“ sorgte mit aufgelegten Musik-CD´s für die Beschallung.

Nach und nach trafen immer mehr auf dem Oberdeck ein und die Stimmung stieg.

Mitfahrende Gäste (vermutlich Junggesellenabschied) heizten dies durch Tanz und Gesang soweit noch an, dass Einige von uns nicht innehalten konnten und sich einreihten.

Die Stimmung war dann auf dem Höhepunkt als der „DJ“ noch das besagte „Viva Colonia“ auflegte.

Nach einer letzten Drehung in Höhe Köln-Mülheim und nochmals mit einem unvergleichlichen Blick auf den Dom, legten wir nach einer 3-stündigen Fahrt wieder in der Altstadt an.

Nachdem auch der letzte Tropfen aus dem Bierfass und die letzte Flasche Wein aus der Bedienung des Oberdecks-Ausschank heraus gekitzelt wurde, verließ gegen 00:30 Uhr die letzte Abordnung der Bordkameradschaft die Schiffsplanken.

Alles in allem war es ein wunderschön gelungener und stimmungsgeladener Abend.

Nach einem Frühstück am Sonntag und anschließender Verabschiedung trat man dann wieder die Heimreise an.

So endete das offizielle, gut gelungene und fröhliche Zusammensein der Bordgemein-schaft der ehemaligen Tender Rhein Fahrer des Jahres 2012.

In der Hoffnung, alle gesund wiederzusehen, treffen wir uns zum nächsten Bordtreffen vom 24.05 – 26.05.2013 in Hamburg.

Gerhard Wölfelschneider, Logbuchführer, Darmstadt, den 19.06.2012